In 52 Bildern um Sizilien

Letztes Jahr im Sommer machten meine Freundin und ich uns auf nach Sizilien. Vom Norden Italiens ganz runter in den Süden, und alles, was ich über diese Insel wusste, waren die üblichen Klischees, und diese wiederum beschränkten sich auf den einen Begriff: Mafia. Also waren wir umso gespannter, was uns dieser Teil des Stiefelstaates zu bieten hatte.
Geflogen wurde von Verona nach Palermo, und von da aus nahmen wir uns ein Mietauto, mit dem wir einmal die Insel umrundeten. Google Maps war unser treuer Begleiter, auch wenn er uns ab und an durch die wildesten Feldwege führte, aber so ein Fiat Panda hält schon was aus.
Um mich hier nicht großartig in Worten zu verlieren, sei so viel gesagt: Sizilien hat alle meine Erwartungen übertroffen. Unglaublich schöne Städte und Landschaften, freundliche Menschen und tolle Strände.

Hier nun der erste von vier Teilen:
Palermo – Erice – Cefalù

Sizilien-4

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Herbstbilder

Was für ein perfektes Herbstwetter! Feucht, nebelig und bunt ist es zurzeit, wenn man sich bei uns umsieht. Ich war wieder einmal im Botanischen Garten in Meran unterwegs, der für mich zu dieser Jahreszeit einfach am schönsten aussieht. Und wenn es dazu noch regnerisch ist, hat man Trauttmansdorff quasi für sich alleine.
Viel weiß ich nicht mehr von meiner Schulzeit (:)), aber zwei Gedichte von Rainer Maria Rilke sind mir irgendwie immer im Kopf geblieben. Eines davon passt wunderbar hier rein.

Herbst
 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
 

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
 

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
 

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

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Der Turm im Reschensee

Eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Vinschgau ist der Turm im Reschensee. Heute machte ich mich um 6 Uhr morgens auf, um ein paar Fotos davon zu machen. Nach etwa einer Stunde Fahrt war ich beim Stausee und dort zogen auch ein paar Nebelschwaden umher, was mich sehr freute. Nach ein paar Fotos vom Turm ging ich noch zur etwas darüber gelegenen Kirche und fuhr dann weiter ins nächste Dorf (Reschen), um einige Bilder von den angelegten Segelbooten zu machen.
Das Schiff im ersten Bild ist übrigens das höchstgelegene Ausflugsschiff der Alpen auf 1500m.

Wie kam es aber dazu, dass ein Kirchenturm hier aus dem Wasser ragt?
Im Jahr 1939 wurde das erste Projekt aus dem Jahr 1920 zur Aufstauung der Naturseen (Reschen- und Mittersee) durch die damalige Regierung von 5 auf 22 Meter (+ 17 Meter) geändert.
Die Einwohner des Dorfes wurden im „nationalen Interesse zur Stärkung der nationalen Industrie“ zwangsenteignet und zur Aus- oder Umsiedlung gezwungen. Ein Recht auf Realersatz gab es nicht. Im Sommer 1950 wurden die Gebäude schließlich gesprengt und überflutet.

Der romanische Turm aus dem 14. Jahrhundert wurde aus Gründen des Denkmalschutzes stehen gelassen. Für die Stromerzeugung wurden die Dörfer Graun und (teilweise) Reschen sowie die uralten Weiler von Arlund, Piz und Gorf sowie die Stockerhöfe (St. Valentin) unter Wasser gesetzt. Es entstand ein Stausee mit 677 ha Fläche.

Die Folgen der Aufstauung:
• 70 % der Bevölkerung ist aus- oder abgewandert
• 163 Wohnhäuser bzw. landwirtschaftliche Gebäude wurden gesprengt
• 514 ha Kulturfläche wurde vernichtet
• 70 % weniger Nutztiere konnten gehalten werden
(Quelle Wikipedia)

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